HN 24

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Genderkinger Heimatbuch

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Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 24 (Donauw.Str. 24 / Hauptstr.1 / Donauw. Str. 3): „Prinzensepp" / „Brenner"

Seit dem Jahre 1786 befindet sich der „Prinzerhof" hier im Dorf. Vorher ist er ab 1536 nachweisbar als Schwaige an der Donau („Schwaige zu Brenz"), in dem Gebiet gelegen, das heute noch als „Brenz” bezeichnet wird (jetzt zum Teil Baggerseen). Die Prinzerhofbäurin Eva Jehle sah damals aufgrund des ständigen Donaufraßes keinen anderen Ausweg mehr, als ihre Schwaige anno 1786 bis auf einen Rest von 15,73 Tagwerk zu verkaufen und „hat sich auf eigene Kösten eine neue Wohnung auf einem Gemeindsplaz im Dorfe zwischen der Landstraße und dem Forellenbach dem Pfarrhofe gegenüber erbaut"

(Der Prinzhof). 1798 ist auf diesem Hof Joseph Müller als Eigentümer eingetragen, der laut Protokoll vom „29. Jänner 1798 von der Mutter Theresia um 2000 fl. übernommen" hat. 1842 heiratet Xaver Schregle von Zaiertshofen die Müllersche Tochter Walburga, 1882 übergeben sie im Wertanschlag zu 24000 M an ihren Sohn Xaver Schregle jun. Dieser ehelicht die Bauerntochter Walburga Merkle von Lederstatt, welche verwitwet im Jahre 1895 den Bauer Leonhard Fischer von Kunding heiratet.

1925 übernimmt die Tochter Walburga Fischer von ihrem seit 1912 verwitweten Vater und heiratet Joseph Gastl. Nach dem frühen Tod des Mannes geht Walburga Gastl 1929 eine zweite Ehe mit August Bruglachner ein. 1962 fällt das Anwesen auf den Sohn aus erster Ehe, Josef Gastl, und dessen Frau Elisabeth. 1991 übernehmen Christoph Gastl (Sohn) und Ehefrau Monika, geb. Stöckl.