HN 4 1/2

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Genderkinger Heimatbuch

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Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 4 1/2 (Wertachweg 41/2 / Raiffeisenstr. 10 / Wertachstr. 2)

1871 errichtet Willibald Raßhofer ein Wohnhaus auf diesem Platz, den er von der Gemeinde als Schenkung im Wert von 5 fl. erhalten hatte. 5 Jahre später fällt es infolge Muttergutsvertrages an Martin Schmalz, doch bereits 1877 ersteigert es auf dem Zwangswege der kgl. Advokat in Donauwörth, Josef Hofer, um 1400 M. Am 1.2.1882 erkauft den Besitz Josef Bauer. Nach dessen Tod erbt es Tochter Marianna, die 1903 Andreas Rettinger ehelicht. 7 Jahre später stirbt der Ehemann und die Witwe verkauft das Anwesen im Jahre 1911 um 5000 M an Bilhildis Zimmermann, später verheiratete Graßer. 1928 erfolgt der Stall- und Stadelneubau. Nachdem beide Söhne im Krieg gefallen waren, wurde das Haus an Ernst Koch vererbt. 1978 kaufen es Maximilian Hefele und dessen Frau Ursula und errichten dort die „Autolackiererei Hefele".

HN 4 1/2 anno 1949/50