HN 7 in Wörthen

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Genderkinger Heimatbuch

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Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 7 in Wörthen: „Simontoni"

Diese Sölde ist nachweisbar von 1666 bis 1908. Sie wurde früher auch mit „Lehenbauer zu Wörthen" bezeichnet. 1750 wird sie beschrieben als „eine schlechte Schweitzerey so wenigen Feldbau und Wiesewachs hat"[1]. Der Name leitet sich von Simon Förg und seinem Sohn Anton her, die im 18. Jahrhundert hier lebten. 1822 wird der Besitz zertrümmert. Die Hofstelle erkauft Mathias Brandner. Dessen Witwe heiratet 1824 Josef Rehm. Deren Tochter übernimmt 1853 und heiratet Michael Foag. Sie tauschen das Anwesen mit Xaver Schregle gegen dessen HN 27 in Genderkingen. Vom Sohn Franz Xaver Schregle jun. erkaufen Antonie und Josef Wagner 1890 das Anwesen um 3000 M. Fünf Jahre später erwerben diese auch den Bayertonihof (HN 3 in Wörthen), so daß das Simontoni-Anwesen hierin aufgeht.


Quellen

  1. Johann L. Kolleffel: Schwäbische Städte und Dörfer um 1750, Weißenhorn 1974