Andreas Voag

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Genderkinger Heimatbuch
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Andreas Voag wurde im Jahre 1905 auf dem "Bäckenbauernhof" in Genderkingen geboren. 1933 übernahm er zusammen mit seiner Ehefrau Anna den Hof seiner Eltern. 1938 trat er in den Gemeinderat ein, dem er bis zum Kriegsende 1945 angehörte. 1948 wurde er im Alter von 43 Jahren zum 1. Bürgermeister gewählt. Dieses Amt übte er 24 Jahre lang bis 1972 aus. Gleich zu Beginn seiner Schaffenszeit wurde die Flurbereinigung Genderkingen als eine der ersten im Landkreis Donauwörth durchgeführt. Es folgten Projekte wie die Errichtung eines Verladegleises am Bahnhof zur Güterabfertigung (1951/52), die Erstellung eines Gemeindewappens (1960), der Schulhausbau (1963/65), der Anschluss an die Zentrale Wasserversorgung Oberndorf (1965), die Schaffung eines neuen Friedhofes (1966/67), die Industrieansiedlung Eigner (1970), die Aufteilung des Gemeindewaldes (1970), die Erschließung von Baugebieten, der Ausbau von Straßen und vieles andere mehr. Besonders hervorzuheben ist die schnelle Schaffung von Siedlungsgebieten für die Heimatvertriebenen ab 1950. Neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister war A. Voag von 1952 bis 1983 Mitglied in der Kirchenverwaltung, von 1960 bis 1970 Vorstand der Molkereigenossenschaft Genderkingen sowie einige Jahre Mitglied im Kreistag.

Am 21. April 1985 wurde ihm anlässlich seines 80. Geburtstages in Anerkennung seiner Verdienste um die Gemeinde das Ehrenbürgerrecht sowie der Titel "Altbürgermeister" verliehen. 1995 konnte Andreas Voag seinen 90. Geburtstag feiern.

Andreas Voag verstarb im Alter von 99 Jahren in München.