HN 1 in Wörthen

Aus Genderkinger Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
< Haus- und Hofgeschichte < HN 1 in Wörthen
Genderkinger Heimatbuch

Dieser Text basiert im Ursprung auf dem Genderkinger Heimatbuch. Die Genehmigung zur freien Verwendung der Texte dieses Buches wurde, sofern der Persönlichkeitschutz beachtet wird, von den Autoren pauschal für dieses Wiki erteilt. Bei einer weiteren Verwendung außerhalb dieses Wikis ist ggf. die Genehmigung der Autoren einzuholen.

Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 1 in Wörthen: „Brennerschwaige" / „Brennerhof"

Datei:Brennerhof1916.jpg
Der Brennerhof um 1916
Von links der Pferdeknecht, die Töchter Mina und Theresia, Eltern Anna und Anton Kugler, sowie der Sohn Anton Kugler und zwei Mägde

Dieser Hof wird 1492 erstmals erwähnt als Besitz von St. Moritz in Augsburg. Das Brennergut unterlag der Landeshoheit der Fugger Nordendorf. Der Name leitet sich von Hans Prenner ab, der von 1685 bis 1731 hier wirtschaftete. 1779 ist Joseph Pihlmayr Besitzer. 1810 schreibt der Brenner Georg Bihlmayer: „Dieses Gut habe ich nach dem Tode meiner beeden Eltern mit Einstimmung meiner Geschwistrigen im Monat July 1801 übernommen um 3200 fl.". Im Jahre 1831 erwirbt Ulrich Fischer das Anwesen durch Ehelichung, verkauft aber 2 Jahre später an Kaspar Ramer. Der Hof hält zu diesem Zeitpunkt 40,30 Tagwerk. 1867 übernimmt der Sohn Joseph Rammer im Wertanschlag zu 6900 fl. Er heiratet Walburga Müller. Am 5.12.1898 übernimmt die Tochter Anna mit ihrem Ehemann Anton Kugler die Immobilien zu 8000 M und die Mobilien zu 5000 M.

Im Jahre 1905 werden Stadel und Viehställe abgebrochen und neu erbaut. 1934 heiratet der Witwer Anton Kugler Franziska Schiele und erwirbt HN 108. Den Brennerhof erhält im gleichen Jahr seine Tochter Therese Kugler, die Anton Sailer von Hamlar ehelicht. 1971 übernimmt der Sohn Anton Sailer jun. mit Ehefrau Elfriede, geb. Lohmiller.