HN 63 1/2

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Genderkinger Heimatbuch

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Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 63 1/2 (Frühlingsstr. 63 1/2 / Schloßstr. 1): „Heigel-Bader"

Im Jahre 1893 erkauft der Bader Lorenz Heigel von der Nachbarin Kreszenz Furtmeier (HN 63) um 42 M den Bauplatz (sowie das angrenzende Flurstück von Walburga Rammer um 100 M) und errichtet darauf sein Wohnhaus. Bis zum Jahr 1904 sind hier ein kleines Geschäft sowie die Poststelle untergebracht (s.a. Post und Lebensmittelhandel). Am 10.5.1904 erwirbt Lorenz Heigl das Anwesen HN 65 und verkauft HN 63 1/2 an Andreas und Maria Anna Schwab zum Preis von 4550 M. 1930 erbt Katharina Riedlberger, die Haushälterin des kinderlosen Witwers Andreas Schwab. Sie verkauft den Besitz am 19.2.1931 an den Darlehenskassenverein Genderkingen. Am 6.3.1931 tauscht dieser mit Mathias und Mathilde Brunnhuber gegen deren Anwesen HN 109. 1939 übernimmt der Neffe von Mathilde Brunnhuber, der Schneidermeister Mathias Fieger mit seiner Ehefrau Helene, geb. Kohlhaas. Seit 1990 besitzt der Sohn Mathias Fieger jun. das Haus.


Aufnahme um 1901
links: Die Pfarrkirche mit Storchennest auf dem Turm; im Vordergrund überreicht der Postbote gerade „Hochwürden" einen Brief
rechts oben: Heute Donauwörther Straße 5, im Hintergrund Gasthaus Schilke
rechts unten: Die alte Heigl-Handlung; vor dem Fenster ein Kinderwagen, davor ein „Leiterwägele"