HN 55

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Genderkinger Heimatbuch

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Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 55 ( Judengasse 55 / Bäckerstr. 5 / Angerstr. 8 / Angerstr. 11): „Gäßle" / „Laßer"

Im Jahre 1821 kauft Gordian Laßer diese Sölde um 850 fl. von Jakob Raßhofer. Am 27.12.1848 erwirbt sie Ignatz Foag zum Preis von 2400 fl. 1873 übergibt dieser an seine Tochter Kreszenz, die Xaver Müller, einen Bauernsohn von Hamlar, heiratet. 1882 kommt es zur Zwangsversteigerung, bei der wiederum Ignatz Foag, der Vater der Kreszenz Müller, das Anwesen für 3800 M erhält. Nach dessen Tod 1885 fällt der Besitz wieder an die Tochter Kreszenz Müller, geht aber noch am selben Tag für 4500 M an den jüdischen Händler Salomon Ullmann über. Dieser tauscht es mit Therese Rammer gegen deren Anwesen HN 25 und einer „Draufgabe" von 1400 M. Theres Rammer übergibt 1888 an ihren Sohn Joseph und seine Frau Anna, geb. Kotter. 1903 werden Vieh- und Schweinestall gebaut, 1911 das Wohnhaus. 1920 erhält den Besitz die Tochter Josefa Rammer, die Anton Fischer ehelicht. 1961 übernimmt das Anwesen die Tochter Luitgard Fischer, verheiratet mit Leonhard Straßer, 1986 deren Sohn Sigmund Straßer.

Datei:Anwesen Straßer circa 1958