HN 73

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Genderkinger Heimatbuch

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Allgemeine Hinweise

Das Wort „Hausnummer" erscheint im Text abgekürzt mit „HN". Ein angegebenes Datum bezieht sich jeweils auf die notarielle Verbriefung, nicht auf den Grundbucheintrag und nicht auf kirchliche Daten. Große Preisdifferenzen beim Ankauf und Verkauf eines Anwesens deuten oft auf den Ausbruch von Grundstücken aus dem Gesamtbesitz hin. Die Markwährung wurde 1876 eingeführt, wobei einem Florentiner Gulden (stets abgekürzt mit „fl.") circa 1,76 Mark entsprach, abgekürzt „M", „GM" („Goldmark") oder „RM" („Reichsmark"). Was die Schreibweise der Namen betrifft, so findet sich vor 1880 kaum eine einheitliche Rechtschreibung. Es gilt: „F" wie „V" (z.B. Foag/Voag), „ei" wie „ai", „m" wie „mm", „ö" wie „ä" oder „e" (z.B. Böck/Bäck/Beck), „ü" wie „i" (z.B. Müller/Miller), „s" wie „ß", „-l" wie „-el", „-r" wie „-er",und ähnliches.

HN 73 (Hauptstr. 73 / Hauptstr. 24 / Hauptstr. 23): „Burgbauer"

Der Hausname „Burgbauer" gehört zur Familie Meitinger, die schon um 1800 auf dieser Sölde sitzt. Laut Briefs vom 1.7.1816 hat Mathias Meitinger das Anwesen um 1600 fl. vom Vater Alois Meitinger übernommen. 1836 erwirbt Georg Sailer von Schäfstall das Gesamtbesitztum durch Heirat der Witwe Franziska Meitinger. 10 Jahre später (1846) tauscht Georg Seiler mit Dominikus Senninger von HN 18 gegen dessen Anwesen. 1879 kaufen Josef Burzler und Barbara Berger den Besitz um 5485 M 71 Pf und veräußern ihn 1894 wieder an Samuel Löffel. 1895 tauschen Blasius und Walburga Bosch von Leitheim ihr dortiges Anwesen mit Samuel Löffel ein und machen sich hier ansässig. 1916 geht der Hof auf den Sohn Joseph Bosch und dessen Frau Walburga über. 1954 übergeben diese an die Tochter Gertrud Bosch, verheiratet mit Alfred Partsch.

Datei:Anwesen.jpg
Das Anwesen HN 73 um 1900
Der Bauer Blasius Bosch mit Sohn Joseph. In der Mitte des Hofes eine hölzerne Odelpumpe, dahinter eine „Schafhürde", d.i. eine Art Absperrgitter